Aufgaben des ÖELAufgaben des ÖEL

Sie befinden sich hier:

  1. Katastrophenschutz
  2. oel
  3. Örtliche Einsatzleiter
  4. Aufgaben des ÖEL

Örtliche Einsatzleiter

Entscheidend für die erfolgreiche Bewältigung einer Katastrophe ist, dass das Landratsamt oder die kreisfreie Gemeinde als Katastrophenschutzbehörde eine schnelle und wirksame Einsatzleitung organisiert. Die Behörde hat grundsätzlich ein umfassendes Weisungsrecht gegenüber allen eingesetzten Kräften und beteiligten Behörden (Art. 5 BayKSG) der gleichen oder einer niedrigeren Stufe. Die Katastrophenschutzbehörde (Landratsamt, Kreisfreie Gemeinde) stellt den Katastrophenfall und auch das Ende einer Katastrophe fest (Art. 4 BayKSG). Nach Feststellung des Katastrophenfalles leitet sie den Einsatz und stellt dabei sicher, dass alle Maßnahmen aufeinander abgestimmt sind. (Art. 5 BayKSG).

Der örtliche Einsatzleiter leitet im Rahmen des Auftrags und der Weisung der Katastrophenschutzbehörde alle Einsatzmaßnahmen vor Ort. Als verängerter Arm der Katastrophenschutzbehörde hat er ein Weisungsrecht gegenüber allen eingesetzten Kräften (Art. 6 BayKSG). Die Katastrophenschutzbehörden sollen bereits vorab, also unabhängig von einem konkreten Schadensereignis, fachlich geeignete Personen als Örtliche Einsatzleiter benennen.

Auch unterhalb der Katastrophenschwelle kann ein vorab benannter örtlicher Einsatzleiter zum Einsatz kommen und die für den Einsatzerfolg so wichtige Einsatzleitung vor Ort übernehmen (Art. 15 BayKSG). Dies geschieht, wenn durch eine einheitliche Einsatzleitung vor Ort das geordnete Zusammenwirken aller eingesetzten Kräfte wesentlich erleichtert wird. Der Örtliche Einsatzleiter wird hier als verlängerter Arm der Kreisverwaltungsbehörde als Sicherheitsbehörde tätig.

Text: Tobias Eismann